Wie schmeckt der teuerste Kaffee der Welt?

Kaffee ist nach wie vor das Lieblingsgetränk der Deutschen. Jährlich werden 165 Liter pro Kopf getrunken, ob zuhause oder unterwegs mit dem Kaffeebecher to goDer größte Teil des Rohkaffees kommt dabei aus den Hauptanbaugebieten Brasilien, Vietnam und Indien. Die Zahl der Kaffee-Fans, die besondere Kaffeeerlebnisse suchen, steigt ebenfalls stetig an.

Kaffee, immer noch das Lieblingsgetränk der Deutschen

Schon lange gibt man sich nicht mehr nur mit herkömmlichem Filterkaffee zufrieden. Zu Hause werden Siebträgermaschinen, Gastro-Mühlen und hochwertiges Barista-Equipment immer beliebter. In diesem Zusammenhang wird der Kaffee-Jünger auch beim Kaffee immer anspruchsvoller und vor allem experimentierfreudiger. Die eine Standardkaffeesorte, die sich mal als „Lieblingskaffee“ etabliert hat, gibt es nur noch in Büros. Zu Hause darf es auch mal exklusiver, ausgefallener und vor allem teurer sein.

Der teuerste Kaffee der Welt ist und bleibt der Kopi Luwak Kaffee, der aus den Exkrementen der Zibetkatzen in Indonesien gewonnen wird. Der Name des Kaffees setzt sich dabei aus Kopi für Kaffee und Luwak für Katze zusammen, dem „Kaffee von der Katze“.

Wirklich nur für Genießer: 40 Euro für eine Tasse Kaffee

Die Kaffeebohnen bzw. die reifen Kaffeekirschen werden dabei von den wieselähnlichen nachtaktiven Katzen, die auf Bäumen leben, gefressen und vorverdaut. Bei diesem Prozess werden die Bohnen fermentiert und von den Katzen anschließend unversehrt wieder ausgeschieden. Sammler lesen die kostbaren Bohnen regelmäßig auf und bereiten diese anschließend auf. Dabei profitieren die Sammler stark davon, dass die Schleichkatzen für ihr Katzenklo immer wieder dieselbe Stelle aufsuchen.

Die Mengen des so gewonnenen Rohkaffees sind verschwindend gering. So kommen offiziell nur 200-300kg pro Jahr zusammen, die wie ein Goldschatz gehütet werden. Die gerösteten Bohnen kosten dann schon mal schnell 800-1000 Euro je Kilogramm. Für eine Tasse aufgebrühten Kopi Luwak Kaffee muss man mit etwa 40 Euro rechnen. Wenn diese absolute Kaffeerarität zu sehr viel günstigeren Preisen angeboten wird, sollten Kaffeeliebhaber eher stutzig werden.

Wie schmeckt der teuerste Kaffee der Welt?

Die begrenzte Verfügbarkeit und der Preis sind das eine, aber wie schmeckt der teuerste Kaffee der Welt? Experten sind geteilter Meinung, denn sicher ist ein großer Anteil am Mythos des Kopi Luwak der außergewöhnliche Herstellungsprozess.

Der Kaffee ist sehr mild und nicht bitter, da den Kaffeebohnen bei der natürlichen „intra-animalen“ Fermentation im Magen sehr viele Bitterstoffe entzogen werden. Der Kaffee schmeckt aber nicht nur angenehm mild, er ist auch sehr säurearm und gilt deshalb als besonders magenschonend. Somit können ihnen auch Menschen genießen, die sonst Kaffee nur schlecht vertragen.

Magenschonend und mild: So schmeckt der Kopi Luwak

Der teuerste Kaffee der WeltDer exklusive Geschmack resultiert zudem aus der besonders selektiven Auswahl der Kaffeekirschen, denn die Katzen haben eine Vorliebe für sehr reife Kaffeekirschen. Während beim Ernten per Hand oder mit der Maschine oft Kaffeebohnen unterschiedlichsten Reifegrades gesammelt werden, werden für den Kopi Luwak dank der wählerischen Katze nur die besten und schmackhaftesten Kaffeefrüchte verwendet. Insgesamt schmeckt der Kaffee erdig, etwas modrig, ist sehr gehaltvoll und erinnert an Urwald und Schokolade.

Um die Produktionsmenge zu erhöhen, wird an verschiedenen Tierarten geforscht, die größere Mengen auf- und wieder abgeben können. So werden schon Elefanten mit Kaffeekirschen gefüttert. Ob diese unnatürliche Futterzugabe den Elefanten wirklich „schmeckt“, ist fraglich und ob man die selektive Auswahl am Kaffeebaum durch die feine Nase der Schleichkatzen ersetzen kann ebenso. Am Ende wird es nur ein ähnlicher Kaffee sein, dessen einzigartiger Ursprungscharakter verloren gegangen oder zumindest verwässert ist.

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